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Stelenpark in Axum - Äthiopien - Luxor Äthiopiens

2019-01-22 11 Dailymotion

Axum wird wegen seiner unzähligen Stelen und Obelisken auch als das Luxor Äthiopiens bezeichnet. Zu Beginn unserer Zeitrechnung war das Reich Axum auf Grund seiner Lage an wichtigen Handelswegen zwischen Ägypten und dem südlichen Afrika bereits eine bedeutende Macht. Der am Roten Meer gelegene Hafen ermöglichte den Import von Waren aus Indien. Auch der Handel mit Schwarzafrika blühte. Nachdem der axumitische König im 4. Jahrhundert das Christentum annahm, fungierte Axum als religiöses Zentrum von Äthiopien. Das auf 2.150 Metern Höhe gelegene Axum war einst Hauptstadt des Großreiches Axum.
Heute stellt der „may hedja“, der Stelenpark von Axum, den wichtigsten Besicht-igungspunkt dar. Neben der noch höchsten stehenden Stele mit über 20 Metern können Besucher eine 33 Meter hohe und 520 Tonnen schwere umgestürzte Stele bewundern. Der massive Monolith kippte wohl bereits während seiner Aufstellung um. Nun liegt er seit mehreren Jahrhunderten bestens erhalten in mehreren Teilen am Boden. Wahrscheinlich stammen diese Stelen noch aus vorchristlicher Zeit. Viele Stelen, die zwischen dem 3. und 10. Jahrhundert errichtet wurden, dienten als Grabsteine, unter denen sich die Gräber von axumitischen Fürsten und Königen befinden. Einer der wichtigsten Herkunftsorte für kunstvoll gestaltete Obelisken aus hartem Granit ist neben Ägypten auch Axum. Anders als die ägyptischen Obelisken, die zu Zwecken des Sonnenkultes paarweise vor Tempeln errichtet wurden, gehörten die Stelen von Axum zu Grabbauten. Damit sind die etwa 1.700 Jahre alten Stelen Wahrzeichen Äthiopiens und Ausdruck der frühen axumitischen Hochkultur.
Da das axumitische Volk die Vorstellung hatte, dass die Gräber als Haus für die Toten dienten, wurden die Stelen als Stockwerkstelen angelegt. Bei diesen kleinen „Wolkenkratzern“ sind komplette Balken, Türen und Fenster angedeutet. Eine der imposanten Stelen legte sogar eine lange Reise von der Piazza di Porta Capena in Italien nach Axum zurück. Nach 72 Jahren nahm die Stele Nr. 2 wieder feierlich ihren angestammten Platz in Äthiopien ein. Nachdem die italienischen Faschisten 1937 den Obelisken nach Rom verschleppten, liefen nach dem Ende der Besatzung Äthiopiens durch die Italiener komplizierte Verhandlungen über die Rückgabe der Steinsäule. Die 24 Meter hohe und 170 Tonnen schwere Stele wurde restauriert und 2005 in drei Teilen per Frachtflugzeug aus Italien direkt nach Axum zurückgeführt. Die Stele steht für die Äthiopier als Symbol des Friedens. Seit 1980 zählt Axum auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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